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Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.

- André Gide


Liebe Freunde der Niedersächsischen Musiktage, 

seit einigen Festivaljahren veranstalten die Musiktage mit dem Eröffnungswochenende ein „Festival im Festival“, in diesem Jahr fällt es mit dem 150-jährigen Stadtjubiläum von Wilhelmshaven zusammen. Im letzten Newsletter haben wir Ihnen bereits erste Einblicke in die Programmgestaltung der diesjährigen Musiktage gegeben, insbesondere in das Eröffnungsprogramm in Wilhelmshaven.

Gemeinsam freuen wir uns dort auf die junge norddeutsche philharmonie mit der Pianistin Alice Sara Ott unter musikalischer Leitung des Dirigenten Duncan Ward. Außerdem erwartet uns am späten Samstag ein Jazz-Abend mit dem polnischen Marcin-Wasilewski-Trio. Den Sonntag beginnen wir mit einem musikalischen Gottesdienst, darauf folgt ein Wandelkonzert auf dem Gelände des Deutschen Marinemuseums. Ein Lied-Recital zum Thema „Krieg und Frieden“ bildet den Abschluss des abwechslungsreichen Eröffnungswochenendes.

Um uns ein Bild von den Spielstätten zu machen, haben wir Wilhelmshaven besucht, sind im Deutschen Marinemuseum auf Schiffe geklettert und haben die akustischen Gegebenheiten der 134 Meter langen „Mölders“ erkundet. Ein intuitiver Zugang zum Festivalthema ergibt sich beim Hinabsteigen in ein enges U-Boot. Sich damit hunderte Meter unter dem Meer zu befinden – eine mehr als mutige Vorstellung.  

Ihr Anselm Cybinski
-Festivalintendant-

Musiktage im Deutschen Marinemuseum in Wilhelmshaven
Das Freigelände des Deutschen Marinemuseums wirkt auf den ersten Blick wie ein aktiver Marinehafen: Ein Minenjagdboot, ein Unterseeboot, ein Schnellboot und die alles um viele Meter überragende „Mölders“ liegen im Wasser und in Trockendocks über das Gelände verteilt. Seit 1998 existiert das Museum nahe der „Kasier-Wilhelm-Brücke“ zwischen Südstrandpromenade und dem Verbindungshafen der Stadt.
In der Dauerausstellung und den wechselnden Sonderausstellungen zeigt sich ein differenzierter Umgang des Museums mit der deutschen Militärschifffahrt: Aus unterschiedliche Perspektiven wird die Entwicklung der Marine betrachtet und stets ein Fokus auf den gesellschaftlichen und politischen Kontext der jeweiligen Zeit gesetzt. 2011 wurde das Museum für die wissenschaftliche Qualität seiner Dauerausstellung von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet.

Wir besuchen das Museum gemeinsam mit Konstantin Udert, dem Geschäftsführer der jungen norddeutschen philharmonie, der Vorstandsvorsitzenden Stine Alpheis und der stellvertretenden Vorsitzenden Nora Held. Denn irgendwo hier auf dem Museumsgelände sollen einige der talentiertesten jungen Musiker von der jungen norddeutschen philharmonie, im Wandelkonzert der Musiktage zu erleben sein.
334 Mann Besatzung fanden ursprünglich auf der im Mai 2003 letztmalig aktiven „Mölders“ Platz, heute gibt das Schiff einen authentischen Einblick in die früheren Aufgaben und das raue Leben der Soldaten an Bord. Auf dem Bug der „Mölders“ spielt Nora Held den dritten Satz von Mahlers 1. Sinfonie an, den Kanon „Frère Jaques“, den der Komponist in einen Trauermarsch umschrieb – einem zu diesem Ort auf unterschiedlichen Ebenen passenden Stück.

Neben der „Mölders“ liegt das Unterseeboot U10 wie ein stählerner Wal auf großen Halterungen aufgestützt am Ufer. Im Inneren wirken die engen Gänge und die metallische Ausstattung erdrückend. Bei der Vorstellung, dass im Tauchgang der Druck von tausenden Litern dunkler Wassermassen auf dem U-Boot lastete, wird schnell klar: Wer hier an Bord ging, musste Mut beweisen. Wir fragen uns, ob sich in den engen Gängen Platz für ein Konzertpublikum findet? 

Alle Details zum Eröffnungswochenende in Wilhelmshaven verraten wir Euch im nächsten Newsletter. 

Weitere Informationen zum Deutschen Marinemuseum: marinemuseum.de 

TitelMUTiv
Foto: Helge Krückeberg
Auf der Suche nach den passenden Bildern zum Festivalthema „Mut“ haben wir unseren Kollegen Jörg Zimmermann und unseren treuen Festivalfotografen Helge Krückeberg durch ganz Niedersachsen geschickt. Unser Titelmotiv fanden Sie im Harz: „Titan“ heißt die Brücke, die sich 458 Meter über das Bode-Staubecken spannt. Neben einer Brückenüberquerung können mutige Besucher das Bode-Staubecken auch an einer Megazipline überfliegen, sich beim Gigaswing 75 Meter in die tiefe Stürzen oder beim Wallrunning die Staumauer hinunterlaufen.  

Weitere Infos zu den Aktivitäten rund um Titan: titan-rt.de

Kulturtipp
Vorverkauf gestartet: KunstFestSpiele Herrenhausen


Vom 10. bis zum 26. Mai finden in Hannover die 10. KunstFestSpiele Herrenhausen statt. Festivalintendant Ingo Metzmacher und Dramaturg Stefan Buchberger präsentierten am 16. Januar das Programm, das von hochkarätigen Künstlern und Regisseuren, wie Pierre-Laurent Aimard, Peter Sellars und Romeo Castellucci geprägt ist. Die vielseitigen Veranstaltungen reichen von Musiktheater und Konzerten über Performance, bis hin zu Installationen. Der Vorverkauf hat bereits begonnen!  


Weitere Infos zu den KunstFestSpielen Herrenhausen: kunstfestspiele.de

v.l.n.r.: Stefan Buchberger, Ingo Metzmacher, Stephan Schostok, Dr. Johannes Janssen 
Foto: Helge Krückeberg 
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Niedersächsische Sparkassenstiftung
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www.musiktage.de