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Liebe Freundinnen und Freunde des Literaturfestes Niedersachsen,

die Festival-Vorbereitungen gehen in die „heiße Phase“ über, unsere neue Website ist nun online und Mitte Juli werden wir Ihnen unser Programm vorstellen.

Doch vorher möchten wir nochmal innehalten und dem diesjährigen Thema „Rituale“ etwas Raum geben.
Die Tasse Ostfriesentee mit Wulkje und Kluntje, die Gute-Nacht-Geschichte, das „Toitoitoi“ vor einem Auftritt: Wir alle pflegen Rituale, ob bewusst oder unbewusst. Sie geben uns Halt und Sicherheit, sie machen sogar glücklich, wie Wissenschaftler herausgefunden haben. Von Ihnen möchten wir gerne wissen:

„Was ist Ihr besonderes, ganz persönliches Ritual?“

Das kann ein Ritual sein, das Sie pflegen, weil es schon lange in Ihrer Familie so Brauch ist oder das Sie für Ihre Kinder eingeführt haben. Es kann etwas sein, das typisch ist für die Gegend, in der Sie leben. Es kann auch der kleine Ruhepol im Alltag sein, der Ihnen gut tut. Haben Sie ein bestimmtes Morgenritual, ein Kochritual oder eines, das mit einem bestimmten Feiertag zusammenhängt?

Dann erzählen Sie uns davon! Unter allen Einsendungen verlosen wir fünf unserer neuen Literaturfest-Schreibmäppchen, die vom Nähprojekt „Taschentalent“ gefertigt wurden.

Wenn Sie an unserer Verlosung teilnehmen möchten, senden Sie uns Ihren Text bitte bis zum Freitag, den 2.7.2021 an die Mailadresse info@literaturfest-niedersachsen.de.

Der Text sollte nicht länger als rund 200 Worte sein. Gerne können Sie Ihrer Einsendung auch ein Bild beifügen.
Bitte teilen Sie uns zusammen mit Ihrer Einsendung mit, ob Sie mit einer Veröffentlichung Ihres Textes und ggf. Bildes auf unserer Website und/oder auf unserer Facebook-Seite einverstanden sind.


Wir freuen uns auf Ihre Rituale und wünschen Ihnen viel Glück beim Gewinnspiel!

Herzliche Grüße
Ihr Team des Literaturfestes Niedersachsen



Wir haben auch unsere Kolleginnen und Kollegen gefragt, welche Rituale sie pflegen. Erzählt haben sie uns kleine, persönliche Geschichten aus ihrem Alltag und von besonderen Feiertagen. Vielleicht können Ihnen diese Geschichten als Inspiration dienen?


Das Akkordeon im Hofgarten
In dem 9-Parteien-Haus, in dem ich wohne, leben neben diversen Erwachsenen, Teenagern und Kindern noch ein Klavier, ein Akkordeon, ein Saxophon, ein Euphonium, eine Trompete, Querflöten, Bratschen, Gitarren und mehrere Schlaginstrumente. Selten werden die Instrumente auch gemeinsam gespielt, aber an einem Tag – so will es unser über viele Jahre gehegtes und gepflegtes Ritual – werden sie alle gleichzeitig herausgeholt: zur Weihnachtsmusik, direkt nach dem Krippenspiel und noch vor Bescherung und Festtagsbraten. Das Akkordeon gibt Lied und Takt vor, alle anderen setzen mit ein. Wer kein Instrument spielen kann oder will, singt lautstark mit. Auch wenn die Kinder noch so gequengelt haben und das Wetter noch so widrig war, unser häusliches Weihnachtsritual haben wir uns nie nehmen lassen. Letztes Jahr war es etwas anders: Da saß das Akkordeon einsam mit der Gitarre im festlich erleuchteten Hinterhofgarten. Alle anderen Nachbarn hatten sich Corona-bedingt auf den Balkonen versammelt, je höher der Balkon, desto leiser Melodie und Rhythmus der Taktgeber im Hinterhof. Manche Parteien waren also früher fertig mit ihrem Weihnachtslied als andere, manches klang schräger als sonst, aber irgendwie war es genauso schön wie immer, vielleicht sogar noch schöner. Mal sehen, was dieses Jahr so bringt!?    
- Kirsten Karg, Leitung Festivalkommunikation

          Der rote Faden
Mein ganzes Leben haben mich Rituale begleitet:
Einige Jahre lang bin ich jeden Sonntag in die Kirche gegangen. Früher habe ich auch vor jeder Mahlzeit ein Tischgebet gesprochen, das hat sich geändert, als ich mit meinem Mann zusammengezogen bin.
Als die Kinder klein waren, habe ich jeden Abend zuerst eine Gute-Nacht-Geschichte gelesen und anschließend ein Gute-Nacht-Lied gesungen. Das mache ich jetzt natürlich nicht mehr, dafür sind sie inzwischen zu groß geworden.
Aber es gab mal eine Zeit, in der ich Probleme mit dem Einschlafen hatte, da habe ich mir gedacht, was den Kindern hilft, hilft mir auch. Also habe ich mir ein „Ins-Bett-gehen“-Ritual überlegt: Mit einer Tasse Tee und Wärmflasche ins Bett (mit warmen Füßen schläft es sich besser ein) und mindestens 15 Minuten Lesen. Das Lesen vor dem Schlafen habe ich bis heute beibehalten.
Und ich bin sehr spleenig mit meinem Nachmittagskaffee, den trinke ich nicht einfach so zwischendurch, sondern ich setze mich bewusst hin, esse meist eine süße Kleinigkeit dazu und lese in einer Zeitschrift oder einem Buch und genieße „meine“ halbe Stunde. Daher würde ich das mittlerweile auch schon als Ritual bezeichnen.
So haben sich meine Rituale immer wieder zusammen mit meinem Leben verändert und sich an die aktuellen Umstände angepasst.
- Julia Pleschke, Projektassistenz, VGH Stiftung

Filet Wellington
In meiner Düsseldorfer Familie gibt es zu Weihnachten und zu Ostern ein Ritual, auf das sich alle immer sehr freuen. Denn seit mehr als vierzig Jahren kocht meine Mutter an diesen Feiertagen Ochsenschwanzsuppe und Filet Wellington für die ganze Familie – ein anderes Gericht würde für niemanden in Frage kommen. Normalerweise kommt dann die ganze große Familie zusammen, und meine Mutter beginnt schon Tage vorher mit den Vorbereitungen. Aber da Corona-bedingt der Besuch in Düsseldorf letztes Weihnachten ausfallen musste, habe ich das Familienrezept kurzerhand selbst gekocht und das Ritual im kleinen Familienkreis weiterleben lassen. Seitdem habe ich einen Heidenrespekt vor den Kochkünsten meiner Mutter, da das Rezept tatsächlich sehr, sehr aufwändig ist – aber die Mühe hat sich gelohnt. Und nächste Weihnachten kann ich mir dann hoffentlich wieder das „Original“ schmecken lassen.
- Barbara Schomburg, Projektassistenz, VGH Stiftung

Ein Blick lohnt sich
Diese Woche ist unsere Website im neuen Gewand online gegangen. Dort finden Sie nun auch einige neue Inhalte:

In einem Video-Interview spricht Intendantin Susanne Mamzed über das Programm und über neue Entwicklungen beim Literaturfest Niedersachsen 2021. In einem weiteren Video-Interview erklärt Festivalmanagerin Sarah Hollender, wie sie das Festival auf alle Corona-bedingten Eventualitäten vorbereitet, damit wir im September ein sicheres Festival feiern können.

Darüber hinaus gibt es auf der neuen Website eine kleine Vorschau zum Programm und zu den diesjährigen Spielstätten.

Schauen Sie doch mal vorbei!

Zur Erinnerung

Literaturfest erlesen - Lesekreise online
Die ersten Lesekreise haben bereits stattgefunden und sind auf viel positive Resonanz gestoßen.
In den nächsten Wochen werden noch weitere Lesekreise starten.

Da die Treffen digital per Zoom stattfinden, können Sie sich von überall aus dem Land über die angegebene Mailadresse anmelden. Die Kapazität ist jeweils auf maximal 15 Personen begrenzt. Die Zugangsdaten zum Zoom-Meeting erhalten Sie nach erfolgreicher Anmeldung per Mail.

Das sind die nächsten Termine:

Dienstag, 22.06., 18.30 Uhr
Literaturhaus Hannover
Moderation: Martina Sulner
Anmeldung unter: info@literaturhaus-hannover.de 

Dienstag, 29.06., 19.00 Uhr
Literaturbüro Lüneburg

Moderation: Julia Menzel
Anmeldung unter: literaturbuero@stadt.lueneburg.de 

Folgen Sie uns!

Auf unserem Instagram-Kanal @kultur.stiften erhalten Sie einen kleinen Einblick hinter die Kulissen und auch erste, kleine Programmankündigungen des Literaturfestes.
Unter Kultur stiften berichtet die VGH Stiftung zusammen mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung von ihren Festivals und den Projekten, die sie fördern.


Hier kommen Sie zu unserem Kanal.


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VGH Stiftung
Kirsten Karg 
Schiffgraben 6-8
30159 Hannover
Deutschland

+495113603741
kirsten.karg@svn.de
www.literaturfest-niedersachsen.de